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Tipps und Tricks

Wenn Sie einen Arcus-Bogen erworben haben oder gerade einen oder mehrere probieren, haben wir hier ein paar Hinweise dazu für Sie aufgelistet:

1. Zur Spannung des Bogens

2. Eine entspannte, lockere rechte Hand

3. Alle Springbögen sicher ausführen

4. Kanten oder nicht kanten

5. Über die Einspielzeit

6. Rund ums Kolophonium 

7. Einstellung des Instruments und die Frage der richtigen Saiten

8. Für welchen Bogen soll ich mich entscheiden


1. Zur Spannung des Bogens

Wegen ihrer besonders hohen Spannkraft reagiert die Stange der Arcus-Bögen stärker auf Änderungen der Bezugsspannung als klassische Bögen. Erforschen Sie diese Möglichkeiten vorzugsweise in kleinen Schritten (halbe Umdrehung des Beinchens), um die Ihnen angenehmste Spielspannung zu finden.

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2. Eine entspannte, lockere rechte Hand

Die niedrige Grundresonanz eines Holzbogen macht es notwendig, ihn bei Streichen festzuhalten, da der Bogen ansonsten nicht ruhig auf der Saite liegt. Arcus-Bögen erzeugen solche niederfrequenten Schwingungen nicht. Eine bewusst äußerst entspannte, lockere rechte Hand vermittelt Ihnen nicht nur einen wesentlich verbesserten Spielkomfort, auch der Klang und ihre Spieltechnik profitieren ganz wesentlich davon.

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3. Alle Springbögen sicher ausführen

Durch die hohe Spannkraft und das geringe Gewicht haben die Arcus-Bögen eine sehr große Sprungkraft. Damit Ihnen der Bogen nicht "wegfliegt", ist daher eine wesentlich geringere Flughöhe vorzuziehen. Gleichzeitig können Sie mehr "Weg" machen. Der Klang so ausgeführter Springbögen ist deutlich satter und es werden viel weniger Geräusche erzeugt.

ARCUS traditionelle Bögen

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4. Kanten oder nicht kanten

Um Geräusche des Bogenwechsels und Rauschen beim Streichen zu vermeiden wird der Bogen vor allem am Frosch meist stark gekantet. Je größer das Instrument, um so stärker ist das normalerweise notwendig. Zum Beispiel ist der Klang eines Kontrabasses oft sehr geräuschig, so dass bis zur Spitze gekantet wird.

Setzen Sie ihren Arcus-Bogen völlig flach, mit dem ganzen Bezug, auf die Saite. 

Sie werden erstaunt sein, welch vollen Ton Sie so erzielen können - frei von Geräuschen. 

Natürlich können Sie auch kanten, um einen luftigeren, leichteren Ton zu erzielen.

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5. Über die Einspielzeit

Abhängig von Ihrem täglichen Pensum dauert die erste Gewöhnungsphase an einen Arcus ungefähr 2 Tage bis 1 Woche. Vor allem scheint man ein Gefühl für die Verhältnisse von Bogengeschwindigkeit und Saitendruck entwickeln zu müssen. Musikern, die häufiger ihren Bogen gewechselt haben, gelingt die Eingewöhnung in der Regel recht schnell. Wenn man jedoch über einige Jahre fast immer mit einem Bogen gespielt hat, kann diese Eingewöhnung auch schon mal 2 Wochen beanspruchen.

Um das Potential eines Arcus vollständig zu erschließen, wobei sich vielen Musikern ganz neue Dinge erschließen, kann man etwa ein halbes Jahr veranschlagen.

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6. Rund ums Kolophonium

Für die Auswahl des richtigen Kolofoniums gilt als Grundregel: Je dicker die Saiten und je niedriger die Temperatur, desto weicher sollte es sein. Je dünner die Saiten und je höher die Temperatur desto härter.

Man sollte bei Spielen genug "Griff" haben, ohne das man das Gefühl hätte der Bogen "backt" oder "stottert" auf der Saite. Er sollte immer weich und glatt laufen.

Selbstverständlich können Sie ihren Arcus-Bogen mit ihrem bevorzugten Kolofonium spielen.

Um für jede Witterung und jeden Spieler ein Kolophonium in optimalem Härtegrad anbieten zu können, haben wir zusammen mit Christos Sykiotis / MELOS eine ARCUS Premium Kolofonium in 3 Graden entwickelt. Alle Details dazu finden Sie hier.

Durch Vermischen verschiedener Kolophonium-Sorten kann es zu schlechter Ansprache kommen. In diesem Fall und im Fall von Verschmutzungen, vor allem mit fettigen Substanzen, ist eine gründliche Reinigung des Bezugs angeraten.

Abhängig vom Klima kann es sinnvoll sein, im Sommer mit einem etwas härteren, im Winter mit einem etwas weicheren Kolophonium zu spielen. Das Arcus Kolofonium lässt sich gut mischen und auf diese Weise kann man ideale Zwischengrade erzielen.

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7. Einstellung des Instruments und die Frage der richtigen Saiten

Schon manchmal sind uns einigermaßen verzweifelte Musiker auf Bogensuche vorgekommen. Kein Bogen schien ihren klanglichen Vorstellungen zu entsprechen, und auch bei uns wurden Sie zunächst einmal nicht fündig. Bei genauerer Analyse stellte sich dann eine nicht gut ausgewogene Einstellung des Instruments oder defekte oder ungeeignete Saiten als das eigentliche Problem heraus. Nachdem dies behoben war, wurde auch die Auswahl eines Bogens relativ einfach.

Wenn Sie also einen Bogen beurteilen wollen, stellen Sie daher sicher, dass ihr Instrument in optimalem Zustand ist und die Saiten möglichst weder ganz neu noch abgespielt sind.

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8. Für welchen Bogen soll ich mich entscheiden

Zunächst einmal sollte Ihnen das Spielgefühl des Bogens liegen. Im Zweifel empfehlen wir, dazu eher unbekannte Stücke zu spielen. So muss man sich auf die Musik konzentrieren und merkt meist schon recht schnell, ob man mit dem Bogen kämpfen muss, oder ob er sich ganz natürlich anfühlt.

Um den Klang zu beurteilen, empfehlen wir generell, möglichst leise zu spielen, und zwar vor allem die schwächsten Töne des Instruments. Dies sind normalerweise die Frequenzbereiche, die nicht von einer starken Resonanz des Instruments unterstützt werden. Zum Beispiel die hohen Lagen auf der 1. Saite, die 3 Lage auf der 2. Saite sowie die ersten 2-3 Töne auf der 4. Saite.

Spielen Sie die zu vergleichenden Bögen in rascher Folge. Unser Kurzzeitgedächtnis hat nur eine eng begrenzte Kapazität. Spielen sie daher Idealerweise abwechselnd jeweils die gleiche Tonfolge. So können Sie den Klang in seiner ganzen Komplexität vergleichen und kommen zu einem sicheren Urteil.

Außerdem sollten Sie, falls noch nicht geschehen, unbedingt diese Seiten lesen: Über die Individualität der Bögen und unsere Empfehlung.


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